Verfasst von: ulf | 25. Juli 2008

Fremdsprachenlernen @ web 2.0

Zwei Links zu Seiten, die Nutzern ermöglichen sich zu verlinken, auszutauschen und gegenseitig beim Fremdsprachenlernen zu helfen:

Die größere, etwas ältere internationale ist palabea.

Die etwas neuere, sehr schön gestaltete ist babbel.

Beide lohnen einen Blick und werden sicher schnell weitere Nachahmer finden. Für Schüler, die sich nicht am laufenden Band Sprachkuse leisten können, könnte das vielleicht interessant sein. Jedoch: Ohne Grundkenntnisse in Sachen Computer und Internet ist die Bedienung nicht ganz einfach.

Ich werde die Seiten sicher in nächster Zeit mit Klassen ausprobieren, als Unterrichtsergänzung halte ich sie für sehr sinnvoll. An Erfahrungsberichten wäre von euch wäre ich sehr interessiert.

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Verfasst von: ulf | 25. Juli 2008

Bildergalerie

Eine weitere Übung aus der Präsentations-Kiste:

Man braucht dazu vor allem “gute” Bilder. Für diese Übung vor allem alte Portraits, es können Fotos oder Gemälde sein. Die Bilder werden im Klassenraum aufgehängt. (Alternativ kann man auch aus der Schule gehen, wenn es einen Raum mit vielen Bildern in der Umgebung gibt. Museen bieten sich an, sind aber manchmal ein zu großer Aufwand. Ich habe die Übung in einer Kneipe entwickelt, die vormittags gänzlich leer war und vollgestopft mit alten Fotographien…)

Die Aufgabe besteht darin, die Person auf dem bild vorzustellen. Konkret sollten die Schüler beschreiben WER auf dem bild zu sehen ist, wie er/sie lebt, wo er/sie arbeitet, in welchen Verhältnissen die Person lebt etc. Weiterhin sollen sie beschreiben, was kurz VOR der Aufnahme passiert ist, was auf dem Bild mit Absicht NICHT gezeigt wurde und was gleich darauf passieren wird. Durch eine Demonstration an einem Bild lässt sich das am besten darstellen. (Natürlich möglichst kreativ. Meine Schüler beschrieben ein Alpenpanorama mit Kuhhirte beispielsweise als Szenario, in dem der Hirte in diesem Moment einen Geistesblitz hat, im nächsten Moment seine Sachen packt und ins Tal flitzt, um ein Patent auf lila verpackte Schokolade anzumelden… nachdem sie seine Familiengeschichte als milch- und kuhgeprägt lang und breit erzählt hatten… in diese Richtung wird die Übung interessant.)

Die Schüler sollten zu zweit Arbeiten und sich mit jeweils einem Bild beschäftigen. Es ist gut, mehr Bilder als Paare zu haben, so dass die schnellen Paare ein zweites Bild vorbereiten können. Wichtig ist, dass die Schüler nicht zu viel vorab formulieren, sich nur Stichpunkte notieren, damit die anschließende Präsentation nicht zur Vorlesestunde wird.

Die Schüler sollte bei der Präsentation möglichst wie ein Museumsführer agieren (siehe letzter Beitrag), dabei auf Details des Bildes eingehen etc. die “Zuhörer” sollten animiert werden, Fragen zu stellen.

Folgeübungen:

Ein reines Verschriftlichen bietet sich auch hier nicht an, es ist wenig motivierend. Besser ist es, die Schüler führen die eigene Geschichte oder die Geschichte eines anderen Paares fort, “spinnen sie weiter”.

Gute Erfahrungen habe ich auch damit gemacht, die Personen weiter entwickeln zu lassen. Man kann z.B. die These in den Raum stellen, alle oder einige der Personen hätten sich kennen gelernt. Man sammelt Alternativen, wo und unter welchen Umständen das zustande gekommen sein könnte. Die Schüler entwickeln dann Dialoge, wie dieses Zusammentreffen vonstatten geht, das Publikum “errät” für welche der gesammelten Alternativen das jew. Paar sich entschieden hat. Etc.

Verfasst von: ulf | 24. Juli 2008

Objekte erzählen Geschichten

Eine kleine Konversationsübung (mit beliebig großem schriftlichen Anteil): Man bringt alte Gegenstände von zuhause mit. Es eignen sich z.B. ein altes Messer, eine Tasse, das Standfeuerzeug vom Opa, ein Buch aus dem 19. Jahrh., eine Türklinke… was auch immer der Keller oder der letzte Flohmarktbesuch hergeben.

Die Objekte werden in der Klasse an Kleingruppen verteilt. Die Gruppe entwickelt dann die „Lebensgeschichte“ des Objekts. Wer hat es besessen, durch wessen Hände ist es schon gegangen, wann ging es dem Objekt gut, wann wurde es missachtet? Es bietet sich an, die Stunde mit einem Objekt zu beginnen, welches man der Klasse vorstellt, damit die „Richtung“ klar wird. Je eher das Objekt personifiziert ist, desto leichter lassen sich Geschichten entwickeln.

Die Kleingruppen werden anschließend neu gemischt. (Klassisch: aus AAA, BBB, CCC, DDD werden ABC, DAB, CDA, BCD.) Die Objekte werden am besten im Raum ausgelegt, aufgehängt oder sonst irgendwie drapiert. Möglichst weit auseinander. Die neuen Gruppen gehen dann von Objekt (=Station) zu Objekt, wobei im besten Fall einer der Schüler Auskunft darüber geben kann, was die Geschichte des Objekts ist. (Sehr lustig, wenn sie dabei einen Museumsführer imitieren. Geht aber nur auf höheren Niveaus.)

Folgeübungen können sein:

Schüler bringen eigene Objekte mit, die sie kurz vorstellen.

Schüler verschriftlichen die Objekt-Biographie (das führt aber oft eher zu einer Wiederholung dessen, was sie schon erzählt haben und ist nicht sehr motivierend. Besser daher…)

Schüler verschriftlichen eine Episode aus dem „Leben“ des Objekts. So können sie tiefer und detaillierter schreiben und neue Ideen einbringen.

Als „Notfallstunde“ kann man die Objekte auch durch Bilder ersetzen. Das ist etwas weniger motivierend, weil es doch inspirierender ist, etwas in der Hand zu halten oder herumreichen zu können. Dafür sind Bilder natürlich schneller zu finden.

Verfasst von: ulf | 22. Januar 2008

Noch ein Surftipp

Dieses Mal bin nicht ich drübergestolpert sondern jemand quasi „über mich“. Der Blog von Sylvia Fischer ist wirklich sehr lesenswert und anregend. Schaut mal drauf, ich war sehr angetan.

Demnächst wieder mehr, jetzt kehrt ja langsam wieder Ruhe ein.

Ulf

Verfasst von: ulf | 4. Januar 2008

Umzug

Das sehr gute, lesenswerte Landeskunde-Blog ist umgezogen. Die neue Adresse lautet: http://landeskunde.wordpress.com.

Lesenswert sind allerdings auch die älteren Postings, und das nicht nur, weil es sich hier wahrscheinlich um die umfangreichste deutschsprachige Seite dieser Art handelt.

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