Verfasst von: ulf | 18. Oktober 2007

Einsatz von Bildergeschichten

In zahlreichen Büchern finden sich Bildergeschichten, die die Schüler oft entweder verschriftlichen oder nacherzählen sollen. Wenn die Bilder gut gewählt oder gezeichnet sind und die Geschichte tatsächlich eine Handlung besitzt, kann das sowohl motivierend als auch effektiv sein. Oft aber fehlt mindestens eine dieser beiden Bedingungen. Entweder ist das Bildmaterial nicht motivierend oder die Geschichte ist relativ trivial oder -auch das ist nicht selten- beides ist der Fall.

Was also tun? Hier ein paar Anregungen:

1) Ein sehr einfaches Mittel ist es das Ende der Bildgeschichte einfach wegzulassen. Man verzichtet auf das letzte oder die letzten beiden Elemente der Bilderfolge und erhält so gleich mehrere Möglichkeiten:
    a) Die Schüler können die Geschichte nacherzählen und dann über das Ende spekulieren, das erst später ausgeteilt wird.
    b) Die Schüler erzählen erst die Geschichte nach und schreiben/entwickeln selbst einen Schluss.

2) Wenn man zwei oder drei verschieden Bildergeschichten hat, kann man die letzten zwei bzw. drei Bilder weglassen und die Geschichten kursieren lassen. Die Klasse arbeitet in Gruppen und jede Gruppe schreibt  immer nur zu einem Bild und gibt die Geschichte dann an die nächste Gruppe weiter. auch hier können die letzten beiden Bilder wieder weggelassen werden, was das ganze in der Regel spannender und auch lustiger macht.

3) Es macht den Schülern oft sehr viel Spaß, selbst eine Bildergeschichte zu schreiben. auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten:
    a) Auf der Hand liegt, dass die Schüler natürlich sowohl eine Geschichte schreiben als auch dazu passende Bilder malen oder als Collage gestalten können.
    b) Es macht aber oft mehr Spaß, wenn eine Gruppe die Collage gestaltet -oder die Geschichte malt- und die andere Gruppe es verschriftlichen muss.
    c) Auch hier gibt es natürlich die Gelegenheit, die Geschichte reihum entwickeln zu lassen. Dann arbeiten die Schüler zum Beispiel in Paaren und jedes Paar beginnt mit einem bild, welches die nächste Gruppe beschreibt, die übernächste fertigt das nächste bild an und so fort.

4) Wenn bereits mehrere Bildergeschichten vorliegen, ist es auch möglich, jedem Paar die auseinander geschnittene Geschichte zu geben, mit der Aufgabe, die Geschichte „zu puzzlen“. Als nächstes wird ein bild herausgenommen (jedes Paar entscheidet selbständig welches) und die Geschichte wird gemischt und weitergegeben. Das nächste Paar hat dann wiederum die Aufgabe, die Geschichte zu rekonstruieren, was aber immer schwieriger wird, je mehr Bilder fehlen. (Tipp, wenn auf der Rückseite die Bilder nummeriert sind, können die Paare selbst feststellen, ob es ihnen gelungen ist, die Reihenfolge herauszufinden.

Links zu diesem Thema werden an dieser Stelle folgen. Weitere Anregungen zum Einsatz von Bildergeschichten sind herzlich willkommen.

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